Musikalische Andacht am Karfreitag
Musikalische Andacht am Karfreitag
Am Karfreitag um 15 Uhr findet in der Elisabethkirche Langenhagen eine musikalische Andacht statt. Im Mittelpunkt steht die Kantate 22 „Jesus nahm zu sich die Zwölfe“ von Johann Sebastian Bach, die 1723 als Probestück für seine Bewerbung um das Amt des Thomaskantors in Leipzig entstand.
Außergewöhnlich ist die vollständig solistische Besetzung, bei der die chorischen Partien von den Solisten übernommen werden, wodurch eine besonders transparente Klanggestalt entsteht.
Die Kantate greift in ihrem Text zentrale Gedanken der Passionszeit auf, die in den Chören, Arien und Rezitativen musikalisch verarbeitet und so in eine persönliche Perspektive übertragen werden.
Außerdem erklingen zwei Arien aus der Matthäus-Passion: „Mache dich, mein Herze, rein“ und „Ich will dir mein Herze schenken“.
Es musizieren Julia Kober (Sopran), Sandra Fechner (Alt), Roman Payer (Tenor) und Frank Schneiders (Bass) gemeinsam mit den Solisten der Kammersymphonie Hannover.
Die musikalische Leitung hat Kreiskantor Arne Hallmann. Die Predigt hält Vikar Til-Maarten Schlage. Am Ausgang freuen wir uns über eine Spende, die diese besondere Aufführung ermöglicht.
Info zur Kammersymphonie Hannover:
Infos zu den SolistInnen:
Das Herz der Sopranistin Julia-Sophie Kober schlägt für den Konzertgesang – sowohl solistisch als auch im Ensemble.
Als Solistin trat sie mehrfach mit der Kammersymphonie Hannover und den Lübecker Philharmonikern auf, unter anderem in Bachs Johannespassion und Weihnachtsoratorium, Mozarts Requiem und Mendelssohns Lobgesang. Zudem sang sie Werke wie Händels Acis and Galatea (Konzertfassung), Mozarts Exsultate, jubilate, Haydns Theresienmesse, Faurés Requiem und Saint-Saëns’ Oratorio de Noël.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist Julia-Sophie Kober eine gefragte Chor- und Ensemblesängerin. Sie singt regelmäßig in international renommierten Ensembles wie der Gaechinger Cantorey unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann und dem Utopia Choir unter der Leitung von Teodor Currentzis.
Konzertreisen führten sie u. a. zu den Salzburger Festspielen, ins Théâtre des Champs-Élysées in Paris, in die Philharmonie Luxemburg, ins De Singel Antwerpen, das Teatro Politeama Garibaldi in Palermo, die Philharmonie Berlin, das Konzerthaus Berlin, die Liederhalle Stuttgart, die Isarphilharmonie München, die Thomaskirche Leipzig sowie im Dom von Aachen und Brixen. Dabei war sie in bedeutenden Oratorien und Chorwerken zu hören, darunter Bachs Matthäus- und Johannespassion sowie die h-Moll Messe, Mozarts c-Moll-Messe, Mendelssohns Paulus, Schumanns Das Paradies und die Peri, Haydns Schöpfung und Jahreszeiten, Brahms’ Requiem sowie Rossinis Petite Messe solennelle.
Seit 2023 ist sie zudem Teil der international gefeierten Parsifal-Produktion von Richard Wagner im Goetheanum Dornach mit dem Vokalwerk der OH! (Regie: Jasmin Solfaghari). Weitere Engagements führten sie 2023 bei den Salzburger Festspielen in Purcells The Indian Queen (Regie: Peter Sellars) sowie 2024 in Mozarts Don Giovanni (Regie: Romeo Castellucci) auf die Bühne.
Bevor Julia-Sophie Kober aus dem Norden in die bayerische Hauptstadt zog, studierte sie zunächst Schulmusik mit Hauptfach Violine an der Musikhochschule Lübeck, bevor sie ihr Studium in Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Prof. Britta Schwarz und Prof. Janet Williams aufnahm. Sie war Mitglied der Liedklasse von Prof. Wolfram Rieger und ergänzte ihre Ausbildung in internationalen Meisterkursen bei Peter Berne, David Jones und Prof. Peter Sefcik.
Die deutsche Mezzosopranistin und Altistin Sandra Fechner absolvierte ihr Gesangsstudium in ihrer Heimatstadt Hannover bei Prof. Carol Richardson und Prof. Jeffrey Smith. Sie ist Preisträgerin des Internationalen Richard-Wagner- Gesangwettbewerbes und des Deutschen Musikrates. Bereits während ihres Studiums erhielt die Künstlerin ihr erstes Gastengagement an der Staatsoper Hannover.
Von 2002 bis 2006 war sie festes Ensemblemitglied des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Dort sang sie Partien, wie z. B. Dorabella (Così fan tutte), Cornelia (Giulio Cesare), Maddalena (Rigoletto), Suzuki (Madame Butterfly) und Olga (Eugen Onegin). Weitere Gastverträge führten die Sängerin seitdem u.a. an die Opernhäuser von Hildesheim, Coburg, Schwerin, Hannover, Essen und Leipzig.
In der Spielzeit 2009/2010 gehörte sie zum Ensemble der Staatsoper Hannover an, wo sie u.a. als 3. Dame (Die Zauberflöte), Hänsel (Hänsel und Gretel), Annina (Der Rosenkavalier) und Schwertleite (Die Walküre) auftrat. 2010 debütierte Sandra Fechner als Türkenbaba (A rakes progress) am Stadttheater Hildesheim. Dort folgte 2011 ihr Debüt als Amneris (Aida) in das dramatische Mezzosopranfach.
2017 bis 2019 war sie Ensemblemitglied der Oper Leipzig und sang dort mit dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Prof. Ulf Schirmer.
Im Mai 2019 gab Sandra Fechner ihr Haus- und Rollendebüt am Mainfranken Theater Würzburg mit der Partie der WALTRAUTE in Richard Wagner’s „Götterdämmerung“. Ebenso wird sie dort im März 2020 die Premiere von „Das Rheingold“ mit der Rolle der ERDA übernehmen. Sie wird unter der Leitung des dortigen GMD Enrico Calesso stattfinden.
Neben der Oper liegt ein großer Schwerpunkt ihrer musikalischen Tätigkeit im Konzertbereich. Im Rahmen der Hessischen Maifestspiele sang sie Rossini’s STABAT MATER und im Kurhaus Wiesbaden das dramatische Oratorium JEANNE D’ARC AU BÛCHER von Arthur Honegger. In der Congresshalle Saarbrücken sang sie die WESENDONCK-LIEDER von Richard Wagner in der Bearbeitung für Alt und Kammerorchester von Hans Werner Henze.
2005 war sie im Europäischen Musikfest Stuttgart in der von Dietrich Hilsdorf inszenierten JOHANNESPASSION unter der Leitung von Sébastian Rouland zu hören. Ihr Debüt in der Berliner Philharmonie gab sie 2006 in Georg Friedrich Händel’s MESSIAS unter der Leitung von Jörg-Peter Weigle. Darauf folgten das REQUIEM von Giuseppe Verdi, der ELIAS von Felix Mendelssohn und die STABAT MATER von Antonin Dvorak.
Desweiteren arbeitete die Sängerin u.a. mit den Dirigenten Siegfried Köhler, Reinhard Goebel, Marc Piollet, Matthias Foremny, Jörg-Peter Weigle, Christoph Gedschold, Hans Urbanek sowie mit Gerd Albrecht.
Derzeit ist Sandra Fechner als freiberufliche Sängerin tätig.
Bereits im Alter von acht Jahren begann der gebürtige Wiener Roman Payer seine musikalische Ausbildung. Er war Sopransolist der Wiener Sängerknaben und absolvierte sein Gesangsstudium mit Auszeichnung am Konservatorium seiner Heimatstadt bei Helga Wagner sowie bei Lucia Meschwitz.
Schon früh konnte er als Lehrbube in Die Meistersinger von Nürnberg an der Volksoper Wien und in Kinderopern an der Wiener Staatsoper Erfahrungen sammeln.
Er war festes Ensemblemitglied am Theater Augsburg und am Landestheater Coburg, wo er sich das lyrische Tenorfach erarbeiten und später in das jugendliche Heldenfach wechseln konnte.
Seit 2012 freischaffend tätig, führten Roman Payer Gastengagements u. a. an die Semperoper, die Oper Leipzig, die Bayerische Staatsoper, das Staatstheater Saarbrücken, das Landestheater Salzburg, das Tiroler Landestheater, an das Theater St. Gallen, zu den Seefestspielen in Mörbisch, an das Landestheater Coburg und an die Komische Oper Berlin.
Sein Repertoire beinhaltet Rollen wie Florestan in Fidelio, Max in Der Freischütz,Tichon in Katja Kabanowa die Titelpartien von Parsifal, Peter Grimes und Oedipus Rex, Ito in Weinbergers Frühlingsstürme, Hüon von Bordeaux in Oberon, und Tassilo in Gräfin Mariza.
21/22 gab Roman Payer sein Debüt als Siegmund in Die Walküre am Theater Coburg und war als Walter in Die Passagierin wieder am Theater Innsbruck sowie als Max in Kreneks Jonny spielt auf am Münchener Gärtnerplatztheater zu erleben. Es folgten Engagements als Siegmund in Coburg, 1. Fremden in Der Vetter aus Dingsda in Klagenfurt, Max in Der Freischütz in Taiwan und Parsifal im schweizerischen Dornach. Zuletzt war Roman Payer u.a. als Alfred in Die Fledermaus am Theater Klagefurt, Peter Grimes am Staatstheater Oldenburg, als Sergej in Lady Macbeth von Mzensk am Theater Hagen und als Max am Staatstheater Cottbus zu erleben.
Neben seiner Bühnentätigkeit ist Roman Payer auch ein gefragter Lied- und Konzertsänger. Werke von der Renaissance bis zur Moderne stehen hier auf seiner Repertoireliste.
Der Bariton Frank Schneiders studierte an der Musikhochschule Köln. Nach Engagements am Opernstudio der Düsseldorfer Rheinoper, in Oberhausen und am Staatstheater Darmstadt, kam er 1992 ins Ensemble der Staatsoper Hannover. Gastspiele führten ihn u. a. an die Deutsche Oper am Rhein, das Teatro de São Carlos in Lissabon, die Komische Oper Berlin, die Oper Breslau, das Staatstheater Wiesbaden und die Nationale Reisopera. Zu seinem Repertoire gehören u. a. Mozart-Partien wie Figaro, Leporello, Don Alfonso oder Papageno, Rossinis Bartolo und Don Magnifico, Pizarro (Fidelio), Kaspar (Der Freischütz), die Titelpartie in Verdis Falstaff, Paolo (Simon Boccanegra) und Jago (Otello) und die Wagner-Partien Beckmesser, Alberich und Klingsor. Er sang die Titelpartie in Wozzeck und Schigolch (Lulu), Moses und Joe (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), die Titelpartie in Puccinis Gianni Schicchi, aber auch Frank in Die Fledermaus, Doolittle in My Fair Lady oder Giesecke (Im Weißen Rössl). In den letzten Jahren stand Frank Schneiders u. a. in den Produktionen Lot, Der junge Lord, Salome und Der Liebestrank, sowie in den Wiederaufnahmen Candide, Die Reise nach Reims und Die Fledermaus auf der Bühne, ebenso in Produktionen der Jungen Oper. Auch als Peter Besenbinder in Hänsel und Gretel war er zu erleben. Zuletzt verkörperte er u. a. den Richter Turpin in Sweeney Todd, Antonio in Die Hochzeit des Figaro, Doktor Bartolo in Der Barbier von Sevilla und den Grafen Monterone in Rigoletto. Frank Schneiders wurde im Oktober 2023 vom Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur zum Kammersänger ernannt.