Der Taufstein

 

Er ist das bedeutendste Kunstwerk Alt-Langenhagens, der 1630 von dem damaligen Vogt in Langenhagen Heinrich Julius Schrader und seiner Ehefrau Elisabeth Klaven gestiftete und von Jeremias Sutel gefertigte Taufstein der Elisabethkirche.

"In der letzten Zeit der alten Kirche hat er freilich ganz unbeobachtet und ungebraucht in einer Ecke hinter der Kirchentür gestanden und ist beim Abbruch der Kirche [1867] gleichsam neu entdeckt und seinem eigentlichen Zwecke zurückgegeben worden" – wie es in einem alten Bericht heißt.

Gelegentlich der Ausmalung der Kirche im Jahre 1910 wurde der Taufstein restauriert; ein letztes Mal zur Hundertjahrfeier der Kirche 1969.

 

 

Zwei einander gegenüber liegende Seitenflächen des sechseckigen Taufsteins zeigen die Wappen der beiden Stifter mit ihren Initialen. Ein unter dem Becken um den Sockel des Taufsteines herumgeführtes Schriftband nennt ihre Namen:

           HENRIC IVLIVS SCHRADER . ELISABETH KLAVEN . DED: Ao: 1630
         (Heinrich Julius Schrader -  Elisabeth Klaven - Gewidmet  Anno 1630)

Die übrigen Seiten zeigen Reliefs der vier Evangelisten mit ihren Attributen:

           Markus (Löwe), Matthäus (Engel), Lukas (Stier), Johannes (Adler).

Die Sockelplatte trägt versteckt das Meisterzeichen Sutels und darunter die Inschrift:

          SO DE GL (Soli Deo Gloria, Gott allein die Ehre).

Am Rand der Sockelplatte findet sich schließlich der Ursprungsvermerk:

          JEREMI SUTEL fec (Jeremias Sutel hat ihn geschaffen).

 

 

Weitere Informationen über unseren Taufstein können Sie der hier zum Download bereitgestellten Datei entnehmen.