Der Flohmarkt "Alles fürs Kind"

findet in diesem Jahr nicht statt.

 

 

 

 

 

 

 

Gut für Selbstwertgefühl und Konzentration

Lions Club Langenhagen finanziert ein Kunstprojekt für Kinder

 

Langenhagen, Elisabeth. Bunte Tierfiguren, farbige Schalen und fantasievolle kleine Skulpturen  sind in den vergangenen acht Wochen in der Kindermalschule von Urszula Paliga entstanden: 16 Kinder der evangelischen Kindertagesstätte der Elisabeth-Kirchengemeinde kamen an jedem Freitag in die Malschule, um hier nach ihren eigenen Vorstellungen und unter fachlicher Anleitung mit Ton zu modellieren und ihre Arbeiten anschließend zu glasieren. Am letzten Tag vor den Ferien nahmen sie ihre Kunstwerke dann sicher verpackt mit nach Hause, um sie stolz ihren Eltern zu zeigen.

Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung des Lions Clubs Langenhagen: Der Club stellte Urszula Paliga die Mittel zur Verfügung, mit denen sie das Projekt finanzieren konnte. Auf ihre Anfrage hin ergriff dann Tabea Pipenbrink, Leiterin der Elisabeth-Kita, gerne die Chance und wählte gemeinsam mit ihrem Team 16 Mädchen und Jungen aus, die Freude daran hatten, in der Töpferwerkstatt von Urszula Paliga zu werkeln. Kosten entstanden für die Eltern der überwiegend fünf- und sechsjährigen Kinder nicht – dank der finanziellen Unterstützung durch den Lions Club.

„Es wird oft unterschätzt, wie positiv sich künstlerische Betätigung auf das Selbstwertgefühl von Kindern auswirkt“, sagt Urszula Paliga. Seit etwa zehn Jahren leitet sie die Kindermalschule und hat in dieser Zeit immer wieder festgestellt, dass Kinder durch die intensive Beschäftigung mit Farben und Ton zu Ruhe und Konzentration finden und sich selbst in der künstlerischen Tätigkeit positiv wahrnehmen: „Auch hyperaktiven Kindern gelingt es so, eine Stunde konzentriert am Tisch zu sitzen und zu malen oder zu modellieren“, erzählt sie. Tabea Pipenbrink ist von der positiven Wirkung des Kinderkunstprojektes ebenfalls überzeugt und hofft auf eine Wiederholung, vielleicht sogar ein regelmäßiges Angebot in ihrer Einrichtung. „Vielleicht ist das möglich“, sagt Urszula Paliga, die den Kontakt zum Lions Club gerne weiterführen möchte. 

 

 

 

Wo besteht in unserer Einrichtung Handlungsbedarf? Die Klärung im Team hat unter der Anleitung von Angelika Maasberg begonnen. Foto: Andrea Hesse

„Der Körper ist manchmal schneller als der Verstand“

Gesundheitsfördernde Kita: Pilotprojekt in Langenhagen

 

Die Kindertagesstätte der Elisabeth-Kirchengemeinde in Langenhagen ist ab sofort „Pilot-Kita“: Mit einem Studientag für das ganze Team wurde jetzt der Auftakt für das Pilotprojekt „Gesundheitsfördernde Kita“ gemacht. Der Anstoß dazu kam vom Landesverband evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder (Levtek): Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung hatte sich der Verband mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement für Kindertagesstätten befasst und die Einrichtung von landesweiten Gesundheitszirkeln beschlossen. Tabea Pipenbrink, Leiterin der Elisabeth-Kita, war sofort bereit, mit ihrem Team mitzumachen – das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz ist ihr seit Langem ein großes Anliegen.

„Der Körper weiß manchmal schneller Bescheid als der Verstand“, begrüßte Angelika Maasberg das Kita-Team am Morgen des Studientages. Die Fachreferentin der Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen leitete den Studientag und wird die evangelische Kita auch durch den Prozess „Gesundheitsfördernde Kindertagesstätte“ begleiten – auf einem ganz individuellen Weg, wie sie betonte. „Wir wollen nicht schauen, wie es sein muss sondern wie es sein kann“, erklärt sie; „es gibt kein Rezept, das für alle Einrichtungen richtig ist.“ In einer ersten Runde wurde daher sehr genau hingeschaut, was für die Mitarbeiterinnen der Elisabeth-Kita in Sachen Gesundheit wichtig ist: familienfreundliche Arbeitsbedingungen, höfliche Umgangsformen, gegenseitige Wertschätzung, ergonomisch günstige Möbel, ein bewusster Umgang mit dem meist hohen Geräuschpegel und ausreichende Möglichkeiten zur Regeneration gehören für das Team zu den wichtigen Faktoren.

Noch vor den Sommerferien wird Tabea Pipenbrink gemeinsam mit Sabine Külpmann, Erzieherin in der Elisabeth-Kita, eine Fortbildung zum Thema „Gesundheitszirkel“ besuchen. Die Aufgabe dieser Zirkel wird es sein, unter fachlicher Anleitung auszuloten, wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen für Verbesserung sorgen könnten. „Wichtig ist, dass die Gesundheitszirkel nicht für die Umsetzung der Maßnahmen zuständig sind sondern diese Aufgabe einer Steuerungsgruppe zufällt“, sagt Angelika Maasberg. „So tritt nicht gleich die Schere im Kopf in Aktion.“

Für Tabea Pipenbrink und ihre Mitarbeiterinnen wichtig ist die Feststellung, dass die Gesundheit des Kita-Teams ganz unmittelbar auch den Kindern der Einrichtung zugutekommt: „Wenn eine Mitarbeiterin nicht gesund ist, überträgt sich das auf ihre Arbeit und damit auch auf die Kinder.“ Auch der Levtek-Vorsitzende Jürgen Harms betont diesen qualitativen Aspekt: „Betriebliches Gesundheitsmanagement muss als Teil des Qualitätsmanagements der Einrichtungen verstanden werden“, sagte er während der Levtek-Mitgliederversammlung. 

 

 

 

 

Qualität darf nicht auf der Strecke bleiben


Dirk Musfeldt informiert sich über die Personalsituation in kirchlichen Kitas

Großes Engagement, Kreativität und Flexibilität – das sind die Eigenschaften, die Tabea Pipenbrink und ihr Team immer wieder brauchen, um den Alltag in ihrer Einrichtung organisatorisch in den Griff zu bekommen. „Die Personalsituation treibt uns schon seit langem um“, sagt die Leiterin der Kindertagesstätte der Elisabeth-Kirchengemeinde; jetzt konnte sie die Situation dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Langenhagener Rat, Dirk Musfeldt, ausführlich schildern. Musfeldt kam als Kandidat für die Wahl zum Bürgermeister in die Kita, begleitet wurde er von der stellvertretenden Bürgermeisterin Ulrike Jagau, die auch Mitglied des Kirchenvorstandes der Elisabeth-Kirchengemeinde ist.

Neben ihren Kindergartengruppen und einer Hortgruppe verfügt die Elisabeth-Kita auch über eine Krippengruppe, die von Eltern in Langenhagen stark nachgefragt wird. Zwei Erzieherinnen kümmern sich hier um die 15 Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren, so sieht es der Personalschlüssel der Stadt Langenhagen vor. Durch eine geschickte Stundenaufteilung zwischen den Kindergartengruppen und der Krippe gelingt es Tabea Pipenbrink, die Krippe in der Kernzeit der Betreuung mit drei Erzieherinnen zu versorgen; anders sind das gemeinsame Essen, das Wickeln der Kinder und die Betreuung beim Mittagsschlaf gar nicht zu leisten.  „Wir brauchen in der Krippe dringend drei Kräfte von morgens bis in den Nachmittag“, sagt die Kitaleiterin; tatsächlich lässt sich das aber nicht realisieren, ohne an anderer Stelle ein Loch aufzureißen. Ärgerlich macht sie die Tatsache, dass es eine Ungleichbehandlung von städtischen Kindertagesstätten und den Einrichtungen freier Träger wie der evangelischen Kirche gibt: Während die Stadt für ihre eigenen Einrichtungen eine Vertretungsreserve vorhält, sind Vertretungskräfte für die Kitas in anderer Trägerschaft nicht vorgesehen. „Mir fehlen anderthalb Stellen um nur die Fehlzeiten durch Krankheit und Urlaub auszugleichen“, rechnete Tabea Pipenbrink Dirk Musfeldt vor. Die Ungleichbehandlung sei sachlich nicht zu begründen, da für alle Einrichtungen derselbe Bildungsanspruch und derselbe Orientierungsplan Gültigkeit haben.

„In den vergangenen Jahren haben wir unsere Aufmerksamkeit auf den quantitativen Ausbau der Betreuungsplätze gerichtet“, stellte Dirk Musfeldt rückblickend fest. „Jetzt müssen wir uns darum kümmern, dass die Qualität nicht auf der Strecke bleibt.“ Seiner Meinung nach könnte die Stadt aufgrund ihrer Finanzkraft mehr für die Ausstattung der Kindertagesstätten tun, allerdings liege die Verantwortung für Verbesserungen auch an anderer Stelle: „Die Kommunen werden von Land und Bund allein gelassen“, kritisiert der Kommunalpolitiker.

Tabea Pipenbrink wird auch in Zukunft nicht müde werden, auf die problematische Personalsituation hinzuweisen – ganz unabhängig davon, welches Ergebnis die Bürgermeisterwahl am 25. Mai hat. Und sie wird auch weiterhin daran glauben, dass sie irgendwann Gehör findet, denn die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung in Langenhagen empfindet sie grundsätzlich als sehr konstruktiv.

 

 

 

Tabea Pipenbrink (rechts) schaut Benjamin Wirries beim Errechnen des Einsparpotenzials über die Schulter; Marlies Finke, Umweltbeauftragte der Stadt Langenhagen, begleitet die Aktion. Foto:A. Hesse

Stromfasten

Das Einsparpotenzial in der Kita ist groß

Die Aktion "Stromfasten" sorgt für Überraschungen

 

Das Einsparpotenzial ist überraschend groß und teilweise sind nur kleine Investitionen nötig, um viel zu erreichen - das ist das Fazit der Stromsparberatung, an der sich jetzt die Elisabeth-Kirchengemeinde im Vorfeld der Fastenzeit beteiligt hat. Ausgangspunkt war die Aktion "Stromfasten" der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover: 40 Tage lang, von Aschermittwoch bis Ostersonntag, steht dabei der bewusste Umgang mit Energie im Fokus.

Gemeinsam mit Kitaleiterin Tabea Pipenbrink und Pastorin Bettina Praßler-Kröncke unternahm Benjamin Wirries, Stromsparberater der Klimaschutzagentur, einen Kontrollgang durch Kindertagesstätte und Krippe, Kirche und Gemeindehaus der Elisabethgemeinde. Insbesondere in Kita und Krippe entdeckte er dabei viel Sparpotenzial: Ein moderner Wäschetrockner der höchsten Energieeffizienzklasse würde pro Jahr mehr als 550 Euro Stromkosten sparen; durch den Austausch der Halogenlampen in den Kitaräumen ließen sich pro Gruppenraum mehr als 180 Euro jährlich sparen und der Einbau moderner Perlatoren in die Wasserhähne würde die Betriebskosten der Kita ebenfalls um eine merkliche Summe senken. "Zurzeit fließen bei Ihnen zehn bis zwölf Liter Wasser pro Minute aus dem Hahn", so Benjamin Wirries. "Durch den Einbau von effektiven Perlatoren wären es nur noch viereinhalb bis sechs Liter." Das Prinzip, nach dem die kleinen Sparhelfer funktionieren, ist einfach: Auf den Wasserhahn aufgeschraubt, mischen sie den Wasserstrahl mit Luft; die dadurch verringerte Durchflussmenge reicht zum Händewaschen allemal aus. Der Spareffekt ist ein doppelter: Neben dem geringeren Wasserverbrauch sinkt auch der Energieverbrauch, da das Wasser in der Kita mithilfe von Strom erhitzt wird. Und: In der Anschaffung kostet jeder Perlator nur etwa fünf Euro.

Tabea Pipenbrink hofft jetzt darauf, dass sie die Empfehlungen des Stromsparberaters schnell in die Tat umsetzen kann: "Natürlich sind wir daran interessiert, Betriebskosten zu sparen", sagt sie. Ihr Wunsch hat aber auch noch einen anderen Hintergrund: Umwelterziehung und die Bewahrung der Schöpfung sind in der Arbeit mit den Kindern wichtige Themen; die Kita könnte also ganz praktisch ein Vorbild sein.