Eröffnung der Ausstellung: Kunstinstallation "In sich aus sich heraus" - Dagmar Schmidt

Elisabethkirche Langenhagen|Sonntag, 06.10.2019, 11:00 Uhr

Das Kirchengebäude feiert 150 Jahre. Wie lebt es, „atmet“ es? Lässt sich Atmosphäre - virtu­elle, geistige - sichtbar machen? Die für die Elisabeth­kirche entworfenen Kunstinstallationen experimen­tieren mit Auslassungen und Über­raschungen, füllen oder öffnen Zwischenräume.

William Turner notierte im Jahre 1810 in sein Skizzenbuch: „Die größte Schwierigkeit in der Kunst des Malers ist: bewegte Luft darzustellen, wie einige den Wind nennen.“ Ist es möglich, „bewegte Luft“ im Raum sichtbar zu machen? Ist es möglich, Raum atmen zu „sehen“? Können die Skulpturen den Atem des Raumes spürbar machen?

 

Dagmar Schmidt studierte Architektur in Weimar und Kassel sowie Bildende Kunst (Malerei/Textil) an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Dem Abschluss als Diplom-Künstlerin mit einer Feuerperformance folgte ein 2-jähriges Graduiertenstipendium des Landes Sachsen-Anhalt in Skulptur/Metall. Dagmar Schmidt lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin und Kuratorin in Langenhagen (Region Hannover).

Verschiedene Aspekte zur Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau bearbeitete Dagmar Schmidt u. a. für die Projektgesellschaft mbH am Bauhaus Dessau (Revitalisierung großer Neubausiedlungen Perspektiven für Halle-Neustadt, 1992 - 1994), für das Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Kunst am Bau bei Bundesbauten, 2002 - 2004) und für die Landeshauptstadt Magdeburg (Kunst Neu Olvenstedt, 2013 - 2019), mit einem Projektstipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt (Vermittlungsstrategien für Kunst im öffentlichen Raum, gem. mit Dr. Johannes Stahl, 2002) sowie einer Projektförderung der Stiftung Kunstfonds (Rezeptionsforschung Kunst im öffentlichen Raum, 2015/16). Ihre Projekte und Kunstwerke zeigt Dagmar Schmidt in zahlreichen Ausstellungen. Dagmar Schmidt erforscht in ihrem Werk, welche Form Interaktionen mit Kunstwerken finden? Deshalb setzt sie sich mit der Rezeption von Kunstwerken auseinander, die eine vielfältige Interaktion ermöglichen und zu dieser einladen.

Für die Bodenskulptur Grabungsstaedte in Halle (Saale) wurde ihr 2006 der renommierte mfi Preis Kunst am Bau verliehen. Diese Preisverleihung führte zu einer breiten nationalen und internationalen Rezeption der Grabungsstaedte und der dahinterstehenden sozialgeschichtlichen Thematik. Die Grabungsstaedte wurde zu einem Bild für den Stadtumbau Ost und zu einem allgemein gültigen Erinnerungsort für das Wohnen in standardisierten Bauten, nicht nur vor Ort für die Stadt Halle und am Tag des offenen Denkmals.                                    

 

www.dagmarschmidt.eu

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